Chalet Engadina

Die Einzigartigkeit der Engadiner Landschaft ist in ganz Europa bekannt. Die Bergseen, welche das breite Bergtal prägen, sind von atemberaubender Schönheit. Die Lärchen- und Arvenwälder sind landschaftsprägende Elemente dieser Gegend. Das Chalet Engadina ist mit ihrer harmonischen Eingliederung in den Hügel und der Fassade aus Lärchenholz ein Teil des Ganzen. Die Lärchenfassade ist ein Bekenntnis zum nachwachsenden Baustoff der Region.

Architektur

Eingebettet in die alpine Kulisse des Engadins, ist dieses Urlaubsdomizil komplett vor der Öffentlichkeit verborgen. Chesa Engadina ist eine moderne Berghütte, die natürlich mit der Umgebung interagiert und in einem ständigen engen Dialog mit dem privaten Eigentümer realisiert wurde. Durch die Verwendung von natürlichen Materialien aus der Region wie Stein und Holz wird das Äußere beider Gebäude Teil der Landschaft des Tals. Die gezeichnete Architektur basiert auf traditionellen Formen. Die Proportionen der Fenster, die Traversen und Freischwinger - eine Begegnung von archetypischen Formen mit modernen Elementen - schaffen visuelle Spannung. Chesa Engadina befindet sich auf einem einheitlichen Steinboden und hat vier Stockwerke, von denen sich zwei unter der Erde erstrecken und die zwei separaten Häuser miteinander verbinden. Ein harmonisches Zusammenspiel von Naturmaterialien und breiten verglasten Fassadenpartien schafft einen harmonischen Dialog zwischen Innenräumen und der umgebenden Natur.

Modell Chalet Engadina

Grundrisse Chalet Engadina

Holzbau

Ab dem massiven Sockelgeschoss wurden die beiden Gebäude als vorgefertigter Holzbau aufgerichtet. Die Fachwerkbinder aus Lärchenholz verleihen dem Innenraum die gewünschte Offenheit. Die Wand- und Deckenaufbauten entsprechen den Anforderungen der Minergie.

Nachhaltigkeit

Das Lärchenholz für die Fassade, die äusseren Verkleidungselemente sowie der Innentreppen aus Holz, stammen ausnahmslos aus den umliegenden Wäldern im Oberengandin. Der Einschnitt erfolgte nach Bestellung und Holzliste der ausführenden Holzbauunternehmung durch das örtliche Sägewerk. So konnte die geforderte Qualität auf allen Stufen sichergestellt werden. Die Farbe der Oberengadiner Lärche hebt sich deutlich von derjenigen ihrer Artgenossen ab und erscheint in ganz feinem Rosa. Die Oberfläche wurde gebürstet und mit einem Naturöl imprägniert. Das Ergebnis ist, nebst dem einzigartigen Ausdruck der Architektur, eine Gebäudehülle welche so nah wie möglich an ihrem Wuchsgebiet wieder ihren Einsatz findet. Es ist somit ein Bekenntnis zum Werkstoff aus dem Berggebiet und liefert den Beweis, dass Schönes einen ökologisch wertvollen und nachhaltigen Beitrag leisten kann.

Chalet Engadina Innenausbau

Am Projekt beteiligte Parteien

Bauherrschaft
Privater Bauherr

Architekt
Matteo Thun & Partners, Milano IT
Webseite

Ausführung Holzarbeiten
Künzi + Knutti AG, Adelboden

Ingenieur
AF Toscano AG, St. Moritz
Webseite

Ausführungsplanung
Tuena & Hauenstein, Samedan
Webseite

Ausführung Produktion Fachwerkbinder
neue Holzbau AG, Lungern
Webseite

Forstbetrieb
(GOD) Mondholz Sägerei Engiadina, S-chanf
Webseite

Bilder
Laura Rizzi, Milano
Webseite